Imap-Feeder ist ein Programm, welches eine Reihe von Feeds abklappert und die Einträge als E-Mails auf einem IMAP Server ablegt.
Warum?
Mein Problem, das ich lösen wollte war, dass ich meine Feeds an mehreren Orten lesen will (also am Arbeitsplatz, am PC zu Hause und auf mindestens einem Laptop), das ist aber ziemlich mühsam weil man von Hand die bereits gelesenen Einträge verwalten muss. Und bei rund 50 Feeds ist das ziemlich nervig.
“Browser-basierte Feedreader” höre ich es schon rufen. Sorry, aber ist für mich keine Alternative. Ich kann mich mit Browser-basierten Anwendungen einfach nicht anfreunden – bin wohl von KDE zu sehr verwöhnt was Desktop-Applikationen und Interoperabilität anbelangt. Ausserdem bin ich nicht immer Online (jaja, Google Gears..).
Die Lösung: IMAP
Eigentlich gibt es ja schon eine sehr bewährte Technologie um Mail-ähnliche Daten aufzubewahren: IMAP. Von beliebig vielen Clients kann ich auf meinen IMAP Account zugreifen, und mit Cached- oder Offline-IMAP stehen die Daten auch immer zur Verfügung. Der Unterschied zwischen einer E-Mail und einem Eintrag in einem Feed sind eigentlich auch nicht so gross: Beide besitzen einen Betreff und einen Inhalt; bei Feeds kommt teilweise noch ein Autor sowie ein Timestamp dazu.
Vorteile
- Mehrere Clients können ohne Probleme zugreiffen, wenns sein muss kann man immer noch einen Webmail-Client nutzen.
- Einträge können wie E-Mails behandelt werden, man kann sie also mit speziellen Tags versehen, an andere Leute weiterleiten, archivieren, verschieben, durchsuchen und so weiter.
- Man (oder zumindest ich als Entwickler) habe die volle Kontrolle, in welcher Form die Einträge abgelegt werden. Dadurch lassen sich eine Erweiterungen realisieren, wie beispielsweise:
- Aenderungen an bereits vorhandenen Einträgen: Neu hinzufügen oder ignorieren?
- Filtern von Einträgen, wenn man blog.misto.ch nicht mag und trotzdem den Planet-HSR abonnieren möchte.
- Minderwertige Feeds aufwerten: Man könnte durch einen CSS oder XPath-Ausrucke beispielsweise die News von heise.de scrapen und direkt als Body einfügen.
- … (nehme gerne neue Ideen entgegen).
Nachteile
Es gibt auch Nachteile, man braucht natürlich einen Server, welcher das imap-feeder Skript regelmässig laufen lässt.
Imap-Feeder
Momentan sind noch nicht alle oben genannten Features implementiert, auch gibt es keine HTML-Mails: der HTML-Code von Feeds wird mit ein paar simplen Regeln in Text umgewandelt. Mein Beitrag zu GitHub sieht dann so aus:
Ich hätte noch Einladungen für GitHub[1] zu vergeben (FCFS), falls jemand eine will. Einfach mit einer E-Mail-Adresse bei mir melden.
Wer mer über GitHub erfahren will, kann ja mal hier[2] weiterlesen.
[1] http://github.com/
[2] http://www.infoq.com/news/2008/03/github-git-repository-hosting
http://blog.misto.ch/archives/551
Die Links werden alle gesammelt und am Schluss dargestellt, um den Lesefluss nicht zu stören.
Das ganze ist in Ruby geschrieben und kann von der offiziellen Website bezogen werden. Installation und Einrichtung sind eigentlich ziemlich simpel.
Zukunft
Als nächstes werde ich wohl noch einige der oben genannten Features implementieren oder vervollständigen; HTML-Mails könnten durchaus praktisch sein für Einträge mit Bildern.