Gelesen (leider): Die Leiden einer jungen Kassiererin

Allerorts konnte man in den letzten Wochen von den Leiden einer jungen Kassiererin lesen.

(Selbst-) Beschreibung des Buches:

Mit ironischer Lässigkeit vermittelt Anna Sam eine sozialkritische Botschaft: die Welt der Supermärkte spiegelt im Kleinen wider, was in unserer Gesellschaft insgesamt im Argen liegt.

Hört sich doch interessant an, nicht? Ich hoffe auf eine kurzweilige Lektüre die mich mit Geschichten aus dem Alltag erheitert, ähnlich wie die unzähligen Berufsblogs, wie beispielsweise Shopblogger Björn Harste oder Bestatter Tom. Nun, ich wurde eines besseren belehrt. Ich kann mich nicht erinnern, auch bloss ein einziges Mal gelacht zu haben. Die Geschichten sind total unpersönlich und langweilig (ich habe es nicht in der Originalfassung gelesen, es kann sein, dass bei der Uebersetzung einiges an Witz verloren gegangen ist). Das einzige was man eigentlich erfährt und auf über 100 Seiten sozusagen vorgeworfen bekommt ist, dass Kunden Arschlöcher sind, Chefs sowieso und dass Kassiererin wohl der übelste Beruf auf Erden sein muss. Dafür hab ich 20.- ausgegeben? Hätte ich besser investieren können. Vielleicht hat das Buch ja unterdessen ein neues Herrchen gefunden, ich habe es nämlich nach der Lektüre auf der Strecke Zürich–St. Gallen ausgesetzt.

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Directory Listing in Subdirectory mit mod_python

Ausgangslage: Ein Server, bei dem / unter der Herrschaft von mod_python steht, z.B. weil primär Trac drauf läuft.

Problem: Ein Unterverzeichnis /releases soll ein Directory Listing anzeigen.

Lösung:
<Location /releases/>
   SetHandler None
</Location>

Und daran denken, dass None case-sensitive ist (dazu kommt natürlich noch, dass Indexes auch erlaubt sind, etc.).

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Ich liebe Neal Gafter!

Warum? Schaut euch dieses Video an. Meine Lieblingsfolie:

(Nur die Folien gibts auch hier, aber sind ein wenig mager.)

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Ein Sturm im Wasser

Vor ein paar Tagen gross in den Zeitungen, «Literaturclub» – zum Totlachen (hier im Tagi).

Anscheinend haben Giacobbo und Kollegen das «wortwörtlich abgetippte Manuspkript» des letzten Literaturclubs vorgelesen und das sei beim Publikum sehr gut angekommen. Nun, da der Literaturclub zusammen mit dem Tatort eigentlich das einzig brauchbare im Fernsehen ist und ich auch meistens schaue, war ich etwas überrascht, was daran so lustig sein soll. Als Beispiel für das «schlicht übertrieben hochgestochenes Geschwafel» nennt der Tagi:

Als «Sturm im Wasser» bezeichnete Radisch mehrmals eine Passage aus einem der vorgestellten Bücher. Zum Schreien komisch, wenn Florescu dann gross gestikulierend drauf eingeht und hoch philosophisch die Frage in die Runde wirft: «Sind wir nicht alle ein Sturm im Wasser»?

Zum Glück ist der Literaturclub online und jeder kann selbst hören (ab 38:54), wie ausdrücklich WasserGLAS gesagt wird, mehrmals. Und wenn es bei einem Nicht-Muttersprachler mehr nach WassergRas tönt, dann kann man das wohl verzeihen.

Keine Ahnung welcher Diletant das Manuspkript geschrieben hat, aber wenn man sich schon über eine der wenigen intelligenten Sendungen im Fernsehen lustig macht, sollte man vorher besser nachprüfen. Tsts..

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Java 7 Probleme

Ein wunderbares Zitat von Slava Pestov über Sun’s Probleme mit Java 7:

“Shrinking resources” indeed. During the dot-dom era, Sun pumped massive resources into Java, hiring an army of mediocre programmers to crank out feature after feature, half-assed API after half-assed API. Now all those bad design decisions, complete disregard for maintainability, and backwards compatibility is really weighing them down, and they’re having trouble moving forward. [..]

It’s 2009 and only now they’re adding APIs to work with symbolic links, and move and copy files? And no closures? What a joke.

Absolute Zustimmung.

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Unerwartete Anforderungen an Software

Ueber ein interessantes Beispiel an eine ziemlich unerwartete Anforderungen an eine Software bin ich heute gestolpert. Aber zuerst eine Frage: Soll ein SCM / VCS (wie auch immer) es erlauben, Code zu löschen? Und zwar auch aus der History, nicht ab einer bestimmten Revision. Ich denke, dafür ein einstimmiges «Nein» zu erhalten. «Blödsinn, muss man nicht können, ja soll man nicht mal können». Tja, anscheinend besteht dafür doch Bedarf, wie ich eben in diesem Eclipse Bug-Report gesehen habe:

We [the Eclipse Foundation, or parts of it, not sure] have a serious IP concern with DVCS’s in general. There have been several times in the past where our IP team has uncovered code in our repositories which had to be deleted. [..] How do you really really delete code across all instances in a DVCS?

Tja, unerwartet, aber doch irgendwie einleuchtend. Wir sehen, auch auf den ersten Blick unsinnige Anforderungen können eine Berechtigung haben. Was lernen wir daraus? Wir Software-Entwickler haben einen harten Job :-)

(Ach ja, und natürlich geht das mit Git sehr wohl, allerdings ist es doch relativ hässlich. Naja, sollte es vielleicht auch sein.)

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Zitate-Durcheinander

Merkwürdig, wann geschieht das schon, dass man innert zwei Stunden zweimal auf dasselbe Zitat stösst – und das Zitat dann jeweils noch anderen Leuten zugeschrieben wird?

IEEE Software:

As Niels Bohr observed, «Prediction is very difficult. especially if it’s about the future».

Pragmatic Thinking and Learning:

It’s tough to make predictions, especially about the future. – Yogi Berra, Philosopher

Interessanter Zufall, nicht wahr? Googeln ergab dann, dass «this pithy saying has also been attributed to Yogi Berra, although other suspects include Mark Twain, Niels Bohr, and Albert Einstein».

Schade, also doch keinen Fehler gefunden.

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Ricardo scheint keine finanziellen Probleme zu haben

Ich meine, wenn die erst jetzt eine Rechnung für den März 2008 schicken? Nein, keine Mahnung, die erste Rechnung!

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Virtual Reality Labor in Biel

Heute war ich zum ersten mal in Biel, und zwar an der Fachhochschule, und habe einen Besuch in einem Virtual Reality Labor gemacht.

Das ganze fand im Rahmen des MSE-Moduls Information Visualization and User Interfaces statt, und war sozusagen eine Belohnung für das überstehen des Semesters. Allerdings hätte ich es eigentlich sinnvoller gefunden, so eine praktische Einführung als Motivation zum Auftakt zu machen.

Sehr interessant war das (oder der) CAVE, allerdings ist mir jetzt noch ein wenig schlecht davon (Note to self: Das nächste Mal unbedingt vorher was gegen Seekrankheit einnehmen oder so).

Der Besuch bildete somit – auch wenn die Noten noch ausstehen – wirklich den Abschluss des Semesters; am Dienstag geht es ja auch bereits weiter.

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Das grösste Problem an Test First Development

ist, dass man, wenn man einen Test mal hat, keine Lust mehr hat den Code dazu zu schreiben. Geht das auch anderen so?

Die ganze Einstellung zum Programmieren ändert sich. Wenn man direkt mit der Implementierung anfängt, dann kann man wie ein kleiner glücklicher Cowboy einfach mal draufslos hacken und experimentieren; bis mans zum laufen bringt. Wenn man die Tests schon hat, dann ist man eingeengt, es gibt nur noch ein Rot oder Grün – Tot oder Leben. Man weiss immer gleich, obs falsch oder richtig ist, das ganze Abenteuer ist zur Sau. Test First Development vermiest einem den ganzen Spass am Programmieren, wie Velofahren mit Stützrädern und Helm …

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