Sehr schmeichelhaft, aber …
… leider falsch!

Der Inhalt der Sendung war dann leider nicht so spannend, ein Katalog mit hunderten von Linsen (nicht die essbaren).
Gelesen: Flatland: A Romance of Many Dimensions

Ein absolut geniales und total liebenswertes Buch, und so beginnt es:
I CALL our world Flatland, not because we call it so, but to make its nature clearer to you, my happy readers, who are privileged to live in Space.
Genau davon handelt es: Der Protagonist, A. Square, ist—wie der Name schon sagt— ein Quadrat und lebt in einer 2-dimensionalen Welt. In einer sehr lebhaften Erzählung führt einen A in die Kultur und die gesellschaftlichen Probleme von Flatland ein, bis man sich lebhaft vorstellen kann, wie Quadrate, Dreiecke, andere Polygone und Kreise miteinander leben. Bis dann irgendwann plötzlich, eine Kugel aus der dritten Dimension Kontakt mit A aufnimmt (bzw. sich so mit seiner 2D-Welt schneidet, dass A ihn sieht), und ihn sogar mit auf eine Reise in den Raum nimmt. Zurück in Flatland glaub ihm jedoch keiner, dass es noch eine dritte Dimension geben soll, nicht mal sein Enkel, ein Hexagon, kann seine Erklärungen glauben:
“I take this Square,” and, at the word, I grasped a moveable Square, which was lying at hand—”and I move it, you see, not Northward but—yes, I move it Upward—that is to say, not Northward, but I move it somewhere—not exactly like this, but somehow—”
Tja, und was passiert? Er wird vor Gericht gestellt und natürlich eingesperrt. Zwischendurch stattet A dem König von Lineland noch einen Besuch ab, welcher aber nicht sonderlich erfreut ist:
But thou, whence intrudest thou into my realm of Lineland?
Flatland ist ein unglaublich faszinierendes Buch, auch wenn man vielleicht mit der Sprache etwas Mühe haben kann—es wurde immerhin vor über 120 Jahren geschrieben! Das schöne ist, man muss es nicht mal kaufen, der ganze Text ist auf WikiSource vorhanden.
Tab Sweep
Einige interessante Dinge gelesen und gesehen heute:
- Exploring LISP on the JVM—Cool! Was soll man dazu mehr sagen?
- Why Europeans Drank Beer and Asians Drank Tea—Ein bisschen Geschichtsunterricht.
- Google Can Have Stupid Ideas, Too—Naja.. Erlang hat einen schönen Ansatz für kompakte Binärdaten.
- India’s SMS GupShup Has 3x The Usage Of Twitter And No Downtime—Danke an Leo.
- WebTuesday 2008-07-08: Lightning Talk by Harry Fuecks about RESTful Thumbnailing—Konnte leider nicht kommen, musste arbeiten.
- InfoQ Wordle—Wordle ist cool, endlich mal ein guter Einsatz für Java-Applets.
- Kopete in KDE 4.1: A Visual Changelog—Ich freue mich auf den 29. Juli.
Gelesen: The Seasoned Schemer

The Seasoned Schemer ist die Fortsetzung des Little Schemer und setzt nahtlos an die Themen des ersten Buches an (inklusive Kapitelnummerierung). Selbstverständlich ist das Buch im selben Stil aufgebaut—links die Fragen, rechts die Antworten (anscheinend nennt sich diese Art des Unterrichts Socratic Method).
Hier lernt man, wie man Lambdas mit Hilfe von letrec im lokalen Kontext einen Namen gibt, ziemlich schnell wird dann auch letcc (call-with-current-continuation) erklärt, um sofort aus einer Rekursion zurückzukehren; irgendwie sind Continuations in Lisp viel einfacher zu verstehen als in anderen Sprachen.
Um den Code selber zu schreiben, am besten gleich nachdem man die Frage gelesen hat, kann ich DrScheme empfehlen, ein Editor mit Debugger und Konsole, der automatisch einrückt und Klammerpaare highlighted.

Gelesen: The Little Schemer

Im Modul Wissensbasierte Systeme habe ich meine Liebe zu Lisp entdeckt. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis ich eines der Standardwerke endlich mal durcharbeite—und es hat sich gelohnt! The Little Schemer besitzt einen sehr speziellen Aufbau, und zwar ist das gesamte Buch als Dialog zwischen Lehrer und Schüler gehalten:
Ziemlich genial, und wenn man die Schüler-Spalte abdeckt, gibt es einiges zu hirnen.
Um das Buch zu lesen, braucht man keine Vorkenntnisse im Programmieren. Wahrscheinlich ist es sogar einfacher, wenn man nicht schon durch andere Sprachen voreingenommen ist. Allerdings wird es gegen Ende schon ziemlich hart; den applicative-order Y combinator habe ich erst nach einiger Zeit verstanden (Richard Gabriel’s Erklärung ist auch ziemlich gut).
Für alle, die eine etwas andere Einführung in Lisp erhalten möchten, unbedingt empfehlenswert!
dnd.ch neu port22.ch
Kleine Info für alle, welche irgendwas mit der Domain dnd.ch zu tun haben: Ich habe sie verkauft und alle Dienste laufen ab sofort (bzw. schon ein paar Tage) unter port22.ch.



