In den letzten paar Wochen (wenn nicht sogar Monaten) habe ich diverse Aufzeichnungen der RubyConf 07 heruntergeladen und natürlich auch angesehen. Die meisten davon waren sehr interessant. Jetzt habe ich lange überlegt, ob ich überhaupt was darüber schreiben soll, da ich mir meistens nur ein paar Stichworte notiert und irgendwie auch keine Lust mehr habe, das ganze zu überarbeiten. Aber veröffentlichen kann ich es ja trotzdem, vielleicht nützt es jemandem was:
What makes code beautiful (Marcel Molina, Jr):
Schöne Dinge sind ansprechender, “Gut” ist Schönheit in Aktion. Wichtig für Schönheit sind: Proportion, Integrität, Klarheit, die 3 müssen in Balance sein.
Advanced Ruby Class Design (Jim Weirich):
A Real Programmer can write Java code in any language! -> Ruby bietet noch viel mehr, einige Beispiele in der Präsentation. Rake, Builder als Beispiele.
Treetop (Nathan Sobo):
Parsing expression grammar für Ruby. Sehr elegant, Methoden lassen sich direkt in Ruby auf den einzelnen Knoten definieren. Live-Demo eines Parsers für arithmetische Ausdrücke.
Matz:
Nicht so interessant, er benützt Emacs und sein Englisch ist nicht so toll.
JRuby (Thomas Enebo, Charles Nutter):
Ganz interessant. Erfreut waren die beiden auch, dass so viele Ruby-IDEs JRuby verwenden um an den AST zu kommen, da JRuby so genau Knoten-Positionen habe. Leider wurden wir nicht erwähnt..
Ropes (Eric Ivancich):
Grundsätzlich interessant, eine Alternative zu Ruby’s Strings, aber mühsam zum zuhören, da Slides und Video nicht synchron (Paper).
Rubinius (Evan Phoenix):
Cooler Vortragsstil, sehr unterhaltsam, nicht sehr viele technisch interessante Inhalte. Was ich mitgenommen habe: Rubinius ist Ruby für Ruby-Programmierer!
Maximizing Productivity (Eric Hodel)
Ein paar gute Ideen, aber nichts neues: Test First, Autotest, alles automatisieren!
Conversations vs. Laws (Francis Hwang):
Vergleiche von Typsystemen mit der Biologie, all things fall apart => nichts ist wirklich beständig.
Essential Incompleteness in Program Modeling (Luke Kanies):
Ziemlich abstrakter Vortrag mit viel Mathe, der Vortragende errinnerte mich an einen gewissen Dozenten der HSR. Modelle können entweder konsistent oder komplett sein (nach Gödel). Wir entscheiden, wie nah das Modell der Realität kommen soll, bzw. wann es nicht mehr konsistent ist.
Rubigen (Dr. Nic Williams):
Geniale Folien mit A-Team Videos und Comics. Gute Ideen, ich werde sicher mal Newgem ausprobieren um möglichst einfach die ganze Gem/Rubyforge-Infrastruktur zu erstellen.
RSpec (David Chelimsky, Dave Astels):
Wenn man diesen Vortrag gehört hat und noch nicht von RSpec überzeugt ist, dem ist nicht mehr zu helfen…
JRuby in the Wild (Kyle Maxwell):
Habe ich nach ein paar Minuten wieder aufgehört, zu langweilig. Vielleicht interessant, wenn man JRuby noch nicht kennt.
Cleanliness Is Next to Domain Specificity (Ben Scofield):
DSLs (zumindest interne) sind eigentlich meistens Dialekte und nicht Sprachen, zumindest wenn man mit echten Sprachen vergleicht. Im zweiten Teil ein DSL-Refactoring, in dem er grausigen Ruby-Code nimmt und schöner macht.