Eclipse 3.3 Europa

Endlich ist es so weit: Nach einem Jahr wurde soeben der neuste Eclipse Release namens Europa freigegeben. Den Download gibt es hier, vielleicht braucht es aber ein wenig Geduld, da der Ansturm bestimmt gross sein wird.

Ich arbeite seit M3 mit Eclipse 3.3, deshalb habe ich mich an die meisten neuen Features bereits gewöhnt, für diejenigen die noch bei 3.2 sind hier mal die meiner Meinung nach wichtigsten Features:

h4. Save Actions

Sehr nützlich sind die neuen Save Actions (Java -> Editor -> Save Actions), insbesondere um Organize Imports durchzuführen.

organize_imports_on_save.png

h4. plugin.xml als Participant beim Refactoring

Beim Umbenennen von Elementen (Klassen, Packages), die auch im plugin.xml oder Manifest vorkommen, werden diese nun auch mit umbenannt.

h4. Whitespaces anzeigen im Editor

Ein manchmal durchaus nützliches Feature ist die Anzeige der Whitespace-Zeichen im Editor, oder auch in der Diff-View von JUnit. Emanuel und ich fanden das sogar so nützlich, dass wir das auch für die Diff-View fürs Cute, bzw. RDT angepasst haben. Eigentlich haben wir sogar die bessere Implementierung, nicht wahr Emanuel? ;-)

h4. Quick Outline für den plugin.xml-Editor

Überschrift und Bild sagen wohl alles, aufzurufen mit Ctrl+o:

plugin_xml_quick_outline.png

h4. Code Completion für Exceptions

Die Code-Completion innerhalb eines Catchs bietet eine Liste der möglichen Exceptions an:

exception_assistant.png

h4. Drucken unter Linux

Endlich kann man auch unter Linux/GTK drucken..

h4. Step-Into mit Ctrl+Alt

Beim Debuggen muss man nicht mehr die Methode markieren und Ctrl+F5 drücken um direkt in einen Aufruf zu steppen sondern kann stattdessen Ctrl+Alt benutzen, was einiges komfortabler ist.

h4. Content Assistant für plugin.xml

Ok, nur interessant wenn man selber Plug-Ins schreibt, dafür aber sehr nützlich ist der neue Content Assistant fürs schreiben von Extensions. Funktioniert auch in den Manifest-Dateien.

plugin_xml_assistant.png

h4. Inline Rename Refactoring

Das Rename Refactoring funktioniert nun standardmässig inline, also wie das Rename In File, ohne dass ein Dialog aufpoppt.

inline_rename.png

h4. Quick Access für Views

Mit Ctrl+3 bekommt man den neuen “Quick-Access für Views, Commands und so weiter Dialog” zu sehen:

quick_access.png

Schade, da muss ich den coolen Alt+Shift+Q Q Shortcut wieder verlernen ;-)

h4. Introduce Parameter Object Refactoring

JDT bietet nun auch das Introduce Parameter Object refactoring an.

h4. Nerviges

Allerdings sind auch nervige Features hinzugekommen, wie beispielsweise den Spellchecker, den ich gleich nach wenigen Minuten wieder deaktiviert habe. Auch ziemlich verwirrt hat mich, dass defaultmässig beim klicken auf den Run-Button, oder mit (Ctrl+)F11, nicht die zuletzt ausgeführte Konfiguration ausgeführt wird, sondern diejenige die mit der aktuell geöffneten Resource zusammenhängt. Das ist aber eher nervig, da beispielsweise nicht die Unit-Tests nochmals ablaufen sondern das Plug-In gestartet wird.

h4. Fazit

Eclipse 3.3 bringt einige neue Features mit die sehr nützlich sind, aber wohl eher nur dem Poweruser (oder Power-Developer? ;-) ) auffallen werden. Infolge des ganze Europa-Release-Trains erscheinen natürlich auch viele weitere Projekte in einer neuen Version, beispielsweise das CDT.

Danke an all die Leute die mitarbeiten, dass das Entwickeln mit Java nicht ganz so schlimm ist ;-) .

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Alistair Cockburn on Software Engineering in the 21st Century

Gestern Abend war es so weit: Alistair Cockburn hielt seinen lang ersehnten Vortrag über Software Engineering. Sehr viele Leute sind gekommen, ich glaub es waren zum Schluss rund 130 Anmeldungen.

alistair_peter_peter_x.jpg
Alistair Cockburn, Peter Sommerlad, Peter Heinzmann und ein weiterer Gast

Den Anfang hat Peter Sommerlad gemacht und kurz unser Institut und SWEN vorgestellt, danach gings auch schon los mit der einstündigen Präsentation von Alistair, die er leider in Englisch gehalten hat. Seine einleitenden Sätze in Schweizerdeutsch waren erstaunlich gut :-) , er war ja auch immerhin acht Jahre in der Schweiz, wenn ich mich richtig erinnere.

Der Vortrag war sehr kurzweilig, die Zeit verging wie im Flug. Der Inhalt war eigentlich eine Einführung in Software Engineering, woher der Begriff stammt, was es ist (”cooperative game, finite and goal directed”) und viele Beispiele was schief laufen kann. Einige Elemente kannte man bereits wenn man SE3 besucht hat, beispielsweise die Tabelle über die Einordnung der verschiedenen Crystal-Methodologien (”Project Classification Scale”), auch wenn er glaube ich nichts direkt über Crystal sagte.

Wers verpasst hat, kann sich die Folien hier (oder im PDF) herunterladen.

Weiter mit der SWEN-Vortragsreihe geht es am 27. September und zwar mit Peter Sommerlad zum Thema Green Bar for C++ — C++ Unit Testing Easier mit CUTE und Eclipse.

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Erinnerung: Allistair Cockburn übermorgen an der HSR

Kurz als Erinnerung, übermorgen um halb 6 wird Allistair Cockburn an der HSR einen Vortrag halten. Bis jetzt ist der Andrang ziemlich gross, es haben sich schon rund 110 Leute angemeldet. Ich glaube das sind sogar mehr als damals bei Andy Hunt. Platz hat es in unserer Aula aber noch genug, also hopp anmelden :-)

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Ich bin auch ein Fonero [nicht mehr]

Update
Ich hab mir die Cablecom AGBs nochmals angesehen und wies aussieht ist es wohl nicht erlaubt so einen Dienst zu unterstützen. Schade, aber verständlich, die wollen ja selbst Geld damit machen. Zum Glück hat sich (laut FON-Website) noch niemand über meinen AP verbunden, also bitte meinen Anschluss nicht sperren liebe Cablecom.

Der alte Beitrag:

Seit ich hier im Niederdorf wohne habe ich mich für das FON-Programm angemeldet, mir einen neuen Access Point bestellt und schon hat sich die Abdeckung hier einiges verbessert (der untere bin ich):

fon_abdeckung.png

Für mich hat sich dadurch eigentlich nicht viel geändert, meine private Verbindung ist mit WPA gesichert und von meinem Hispeed-Anschluss stelle ich 10% (1MBit/s Down- und 100KBit/s Upstream) zur Verfügung. Ich müsste aber mal testen, aus welchen Restaurants man nun wirklich Empfang hat, im Rheinfelder Bierhaus bestimmt und auch im Santa Lucia ziemlich sicher.

Falls sonst noch jemand Interesse hat, es gibt im Moment eine Aktion mit der man bereits für 20€ dabei ist. Einfach sagen und ich vermittle.

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Achtung bei Virtualbox und Dynamic Ticks

Eine kleine Warnung an alle, die Gentoo (oder so) als Gast unter Virtualbox laufen lassen wollen: Falls das Gastsystem beim booten einfach hängen bleibt, und auch nicht immer an der gleichen Stelle, dann lohnt es sich zu überprüfen, ob der Gast-Kernel mit der “dynamic ticks” (NO_HZ, ab 2.6.21) Option kompiliert wurde.. falls ja, einfach mal deaktivieren, das kann einem einige mühsame Stunden ersparen.. :-)
Ansonsten bin ich mit Virtualbox sehr zufrieden, angenehmes GUI fürs erstellen von virtuellen Maschinen und sehr gute Performance.

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Das hätte ich nicht von der IEEE erwartet

Nämlich dass man keinen Umlaut im Wohnort angeben kann:

ieee_umlaut.png

Irgendwie traurig, nicht? Aber immerhin ist vorgesehen, dass man vielleicht keine E-Mail-Adresse hat und dann dafür ‘none’ eintragen darf. :-)

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Gelesen: Enterprise Integration With Ruby

Ein weiteres Buch der “Facets of Ruby”-Serie, das ich abhaken kann ist *Enterprise Integration* With Ruby:

fr_eir_medium.jpg

Der Titel hat mich zu Beginn eigentlich nicht sonderlich angemacht. Enterprise Integration? Beim Begriff Enterprise kommt mir immer das ganze Java-EE Zeugs in den Sinn und das hat mir bis jetzt nicht gerade viel Freude bereitet… Aber da es ja um Ruby geht und von den Pragmatic Programmern ist, habe ich es trotzdem gelesen.

Das Buch ist unterteilt in 5 Kapitel:

  • Datenbanken
  • XML Verarbeitung
  • Low Ceremony Distributed Applications
  • Distributed Applications with RPC
  • Tools und Techniken

h4. Datenbanken

Der Einstieg ins Thema Datenbanken beginnt mit von Hand geschriebenen SQL-Statements und man arbeitet sich dann über DBI bis zu ActiveRecord die Abstraktionsleiter hoch. Dabei wird jeweils eine kleine Applikation implementiert, und dann das Gelernte mit der nächsten “Technologie” (oder Library) verbessert. Da ich ActiveRecord bereits kannte war es nicht sonderlich spannend, aber für Einsteiger in Ruby sicher gut gemacht. Zum Schluss gab es noch ein Unterkapitel zum Thema LDAP, welches ähnlich aufgebaut ist.

h4. XML Verarbeitung

Ein Freund von XML bin ich eigentlich nicht (schon gar nicht mehr seit ich mich durch Eclipse-JDT’s 5500 Zeilen lange plugin.xml gekämpft habe). Die Einführung in DOM und SAX ist glücklicherweise recht kurz und man lernt dann anhand vieler Beispiele, wie man XML-Files generiert, verarbeitet und validiert. Wie zu erwarten wird auch noch ein kleines Beispiel mit YAML gemacht.

h4. Low Ceremony Distributed Applications / RPC

Neben Datenbanken und XML ist das nächste wichtige Enterprise-Thema natürlich die Entwicklung von verteilten Applikationen. Auch hier wird zuerst ganz einfach mit HTTP-Aufrufen angefangen und dann zu REST, SOAP, CORBA, RMI und Co. übergegangen. Beim Thema CORBA hatte ich mir erhofft, dass die Zusammenarbeit mit dem Java-Client mit JRuby realisiert wird, es wurde dann aber rjb verwendet, was auch nicht schlecht ist. JRuby wurde immerhin in einem Sidepanel erwähnt.

h4. Tools und Techniken

Das für mich interessanteste Kapitel kam zuletzt: Unter dem Sammelbegriff “Tools and Techniques” werden Themen wie i18n, L10n (vielen Dank dem Erfinder der Abkürzungen ;-) ), Logging, Daemons and Services, Build and Deployment und Rake erläutert. Ich erinnere mich noch, dass ich mal einen Windows-Service machen wollte und wie mühsam das war, mit Ruby ist das keine so grosse Sache mehr.
Das Thema i18n haben wir wohl dem Umstand zu verdanken, dass der Autor, Maik Schmidt, wie sein Name erahnen lässt, ein Deutscher ist und deshalb wohl mehr Wert darauf legt als andere (amerikanische) Autoren.

h4. Fazit

Wenn ich in Zukunft mal ein Ruby-Projekt im Enterprise-Umfeld machen darf, weiss ich jetzt genau wo ich nachsehen muss und habe bereits für alles mögliche Beispiele zur Hand.

Heute Morgen habe ich bereits mit dem nächsten Buch, Release it! angefangen, und die erste Case Study ist schon fast so spannend wie ein Krimi. Vielleicht gibts also schon bald ein weiterer Beitrag zum Thema “Gelesen: …”.

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