Ein absolut geniales und total liebenswertes Buch, und so beginnt es:

I CALL our world Flatland, not because we call it so, but to make its nature clearer to you, my happy readers, who are privileged to live in Space.

Genau davon handelt es: Der Protagonist, A. Square, ist—wie der Name schon sagt— ein Quadrat und lebt in einer 2-dimensionalen Welt. In einer sehr lebhaften Erzählung führt einen A in die Kultur und die gesellschaftlichen Probleme von Flatland ein, bis man sich lebhaft vorstellen kann, wie Quadrate, Dreiecke, andere Polygone und Kreise miteinander leben. Bis dann irgendwann plötzlich, eine Kugel aus der dritten Dimension Kontakt mit A aufnimmt (bzw. sich so mit seiner 2D-Welt schneidet, dass A ihn sieht), und ihn sogar mit auf eine Reise in den Raum nimmt. Zurück in Flatland glaub ihm jedoch keiner, dass es noch eine dritte Dimension geben soll, nicht mal sein Enkel, ein Hexagon, kann seine Erklärungen glauben:

“I take this Square,” and, at the word, I grasped a moveable Square, which was lying at hand—”and I move it, you see, not Northward but—yes, I move it Upward—that is to say, not Northward, but I move it somewhere—not exactly like this, but somehow—”

Tja, und was passiert? Er wird vor Gericht gestellt und natürlich eingesperrt. Zwischendurch stattet A dem König von Lineland noch einen Besuch ab, welcher aber nicht sonderlich erfreut ist:

But thou, whence intrudest thou into my realm of Lineland?

Flatland ist ein unglaublich faszinierendes Buch, auch wenn man vielleicht mit der Sprache etwas Mühe haben kann—es wurde immerhin vor über 120 Jahren geschrieben! Das schöne ist, man muss es nicht mal kaufen, der ganze Text ist auf WikiSource vorhanden.