Ich überlege mir gerade ernsthaft, ob es nicht sinnvoll wäre, den Erstsemestrigen, also den Programmieren 1 Besuchern, den Einsatz einer IDE zu verbieten. “Du Unmensch”, höre ich euch schon rufen, “es ist doch Java!”. Ich weiss, aber was soll ich sagen, wenn Studenten (so wie ich das heute in der Pause mitanhören musste) keine Ahnung von Packages haben, aber sich darauf verlassen, dass Eclipse ein rotes Kreuzchen macht, das man nur anklicken muss und alles korrigiert wird. Ähnliche Probleme gibt es beim Unterschied zwischen Instanz- und Klassenmethoden, sowie deren Sichtbarkeit.

Die Gefahr ist halt gross, dass man einfach mal etwas “drauf los programmiert” und danach das Gehirn einschaltet und die rot unterkringelten Statements noch mal genauer anschaut. Das ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass, um den neumodischen Begriff zu verwenden, “dynamische Programmiersprachen” von vielen verschmäht werden, da man nicht die (trügerische) “Sicherheit” einer IDE hat.

Um wieder zurück zur Schule zu kommen: Sich auf die IDE zu verlassen ist auch in Hinsicht auf die bevorstehenden Prüfungen vielleicht nicht die beste Idee.