Copy/Paste unter X
Ich glaube, es herrscht eine grosse Verwirrung wenn es um das Thema Cut/Copy-Paste unter X geht. Zumindest höre ich oft Dinge wie “es wurde nicht kopiert”, “das Kopierte ist verlorengegangen” und viele wissen auch nicht, dass es zwei verschiedene Buffer gibt.
Vielleicht das Verwirrendste ist, dass beim Kopieren eigentlich noch nichts kopiert wird, sondern das Programm sich beim X-Server meldet und mitteilt, dass es jetzt die Selektion “besitzt”. Wenn nun in einem anderen Programm eingefügt wird, dann holt sich das aktive Programm von Besitzer der Selektion den Inhalt. Dabei kann auch eine “Verhandlung” über den Inhalt geführt werden: Nehmen wir an, ich kopiere im Browser ein Bild. Wenn ich das nun in der Konsole einfüge, wird einfach die URL eingefügt, da die Konsole mit dem Bildinhalt nicht allzu viel anfangen kann.
Ok, was passiert jedoch, wenn das Programm, aus dem kopiert wurde, zum Zeitpunkt des Einfügens nicht mehr läuft? Dann geschieht nämlich nichts, und das verwirrt viele. Natürlich gibt es dafür auch Abhilfe, beispielsweise das KDE-Programm Klipper, welches immer gleich alles kopiert und ausserdem auch noch eine History bietet.
Wie bereits gesagt, gibt es zwei verschiedene Zwischenablagen:
- Immer wenn Text mit der Maus selektiert wird (implizit).
- Über Ctrl^C, bzw. über das Applikations- oder Kontextmenu (explizit).
Das Einfügen geschieht in der ersten Variante mit der mittleren Maustaste und ansonsten wie gewohnt über Ctrl^V.
Ok, ich hoffe damit etwas Klarheit geschafft zu haben
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