Da ich ja kürzlich ein Buch über Rails gelesen hatte, dachte ich mir, ich müsste das Erfahrene auch mal umsetzen, allerdings fehlte mir lange eine Idee, und ein Blog oder ein Wiki zu machen war mir irgendwie zu blöd. Als ich dann eine Tabelle in KSpread erstellen wollte, um unsere letzte Sammelbestellung zu managen, hatte ich meine Idee :-) Das Prozedere ist nämlich jedes mal ungefähr dasselbe: Meine Kollegen geben mir an, was sie gerne bestellen möchten, ich führe das aus, summiere dann pro Person die Kosten auf und teile dann die tatsächlichen Kosten (Zoll, Versand, Währungsumrechnung) im Verhältnis des Bestellwertes auf. Das kann man doch wunderbar automatisieren, und dabei ist Sambes (sehr kreativ für Sammelbestellung) entstanden.

Für das Design gewinne ich sicher keinen Preis, aber es tut seinen Dienst :-) Insgesamt habe ich wohl gut 12 Stunden dafür gebraucht, was vielleicht etwas lange erscheint, aber andererseits war es auch mein erstes Rails-Projekt. Es sind bestimmt auch noch Fehler drin, unbehandelte Fehlermeldungen und so weiter, und ausserdem hat es kein Berechtigungssystem. Löscht also bitte nicht gleich alles raus. Produktiv eingesetzt wird das System an der angegebenen URL aber sowieso nicht, kann also nichts schlimmes passieren.

Gearbeitet habe ich natürlich mit RadRails. Ein sehr cooles Werkzeug, einfach zu bedienen und sehr übersichtlich. Nur mit Subclipse hatte ich etwas Probleme, es wollte nicht immer wie ich wollte, und so bin ich wieder zurück zur Kommandozeile gewechselt.

Das ganze hat ziemlich viel Spass gemacht und meinen Eindruck bestätigt, dass Rails sehr viel kann und eigentlich auch recht einfach ist. Ausserdem habe ich einen Eindruck erhalten, welche Refactorings zu RadRails beigetragen werden könnten, darüber werde ich mir aber erst wieder nach Start der Diplomarbeit Gedanken machen :-)