Gelesen: Agile Web Development with Rails
Agile Web Development with Rails wurde von Dave Thomas und David Heinemeier Hansson, dem Entwickler von Rails, geschrieben. Es bietet sich also sehr gut an, um etwas über Rails zu lernen, da die Informationen aus erster Hand stammen.
Wie der Titel erahnen lässt, geht es um die Entwicklung von Webapplikationen mit dem Ruby-Framework Rails. Eigentlich bin ich nicht gerade ein Fan der Web-Programmierung, normalerweise beschäftige ich mich lieber mit der Entwicklung von ‘Desktopapplikationen’ mit Qt und neuerdings, durch unser Refactoring Projekt, auch mit Eclipse. Das war auch der Grund, weshalb ich das Buch lesen wollte, um auf das Treffen mit den RadRails-Entwicklern vorbereitet zu sein, da sie unsere Plugins in ihre Version 1.0 integrieren wollen.
Sehr schnell hat mich das Buch dann in seinen Bann gezogen, da Rails wirklich ein wunderschönes Beispiel eines Frameworks ist. Das Model-View-Controller-Pattern ist wohl vorbildlich implementiert, und durch den Einsatz vieler Namenskonventionen wird der Konfigurationsaufwand auf ein Minimum reduziert. Auch sehr imponiert hat mir die gute Integration von Unit-Tests. In Kombination mit der sehr ausdrucksstarken Sprache Ruby lassen sich Ideen sehr schnell und mit wenig Aufwand umsetzen. Ach ja, ein um etwas Werbung zu machen
, ein Beispiel für eine Rails-Applikation ist der Reporter von Georg Kunz.
Aber zurück zum Buch: Es ist eigentlich in zwei Teile gegliedert. Im ersten wird im Stil eines Tutorials ein Webshop (komplett mit Administration, Warenkorb, usw.) entwickelt. Danach wird auf die verschiedenen Komponenten (Active Record, Action Controller, Action View, Web Services, AJAX) vertieft eingegangen. Im typischen Stil der Bücher der Pragmatic Programmers sind die Erklärungen sehr verständlich geschrieben und durch viel Beispielcode abgestützt. Ich habe noch die erste Version gelesen, unterdessen existiert bereits eine stark überarbeitete Neuauflage.
Also, an alle die etwas ernsthafteres als PHP (Sorry, das musste sein
) suchen und nicht von J2EE erschlagen werden wollen, sollten sich Rails einmal ansehen. Zum Einstieg brauch es auch keine Ruby-Vorkenntnisse, eine kleine Einführung ist enthalten. Wer bis jetzt noch nicht überzeugt ist, sollte vielleicht mal ein Tutorial durcharbeiten.
Als nächstes dann: Why programs fail.
3 comments on “Gelesen: Agile Web Development with Rails”
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Hehe, besten Dank für die Werbung
ActiveRecord kannst du übrigens auch wunderbar ohne Rails brauchen!
Gern geschehen
Stimmt, das haben sie auch erwähnt. Mal schauen, ich hoffe ich komme mal dazu ein Rails-Projekt zu machen. Momentan schlage ich mich gerade mit Performance-Optimierungen in Java herum :-/
Performance Optimierung funktioniert in Java im überigen gleich wie in PHP! Einfach 18 Monate warten und die Applikation ist doppelt so schnell
(Hardware machts möglich)