Gelesen: Vernarbte Herzen und Beleuchtete Höhle
Nach M. Blechers erstem Buch Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit musste ich auch seine beiden anderen Bücher noch lesen, so fasziniert war ich vom ersten. Ich wurde nicht entäuscht
Vernarbte Herzen erzählt die (autobiographische) Geschichte von Emanuel, “eines rumänischen Chemiestudenten in Paris, der an Knochentuberkulose erkrankt und fast ein Jahr in einem französischen Sanatorium am Atlantik verbringt”. Beleuchtete Höhle knüpft an die vernarbten Herzen an, führt aber die Geschichte nicht nahtlos weiter sondern erzählt einzelne Episoden von Blechers Leiden, eine Art Mittelweg zwischen den anderen beiden Büchern.
Zentrales Thema ist eigentlich immer der Schmerz, wie er ihn erträgt, wie er damit umgehen und (soweit man das so nenne kann) weiterleben kann. Wenn ich daran denke, dass Blecher ungefähr im selben Alter war wie ich es jetzt bin, macht es das Lesen nicht gerade einfacher. Auch wenn er wahrscheinlich gewusst hat, dass er bald sterben wird, oder zumindest nie mehr gesund wird, hört man ihn nie darüber klagen.
Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden, Andreas Breitenstein von der NZZ ist das viel besser gelungen; bitte dort weiterlesen. Oder natürlich noch besser – selbst lesen.
5 comments on “Gelesen: Vernarbte Herzen und Beleuchtete Höhle”
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Ich würde mir wieder mehr “Gelesen” zu Computer-Büchern wünschen
Wobei ich muss gestehen, neulich habe ich mit Freude den “Gelesen” Eintrag zu “On Writing Well” wiedergefunden, da ich momentan hier den Auftrag habe, Architekturdokumentation zu schreiben. Ich erinnerte mich dunkel daran, hier einmal etwas über ein Buch bzgl. “non-fiction wirting” in Englisch gelesen zu haben, was mir sehr zu Pass kam. Und so habe ich nach der exzellenten Rezension hier das Buch direkt bestellt.
Na, da kann ich dich beruhigen, als nächstes werde ich wohl über Pragmatic Thinking and Learning – Refactor your Wetware schreiben. Ist zwar auch nicht direkt ein Computer-Buch, aber immerhin von Andy Hunt geschrieben
Und, hast du On Writing Well bekommen/gelesen?
Ja, ich habe auch schon die ersten ~70 Seiten gelesen, und obwohl man ja denken würde dass Dinge wie “Clarity”, “Simplicity” und “Unity” selbstverständlich sind, stellt man dann bei einem kritischen Blick auf das eigene Geschreibsel fest, wie viel Unsinn man doch verzaoft hat
Stimmt. Ich denke, als nicht Muttersprachler ist man noch viel eher in Gefahr, komplizierte und lange Sätze zu machen um zu zeigen, dass man es kann. Zumindest beobachte ich das bei mir manchmal..
Falls du dann noch nicht genug hast, Bugs on Writing ist auch super.
Der Tip zu Andreas Breitenstein war sehr gut; danke für die Information.