Allerorts konnte man in den letzten Wochen von den Leiden einer jungen Kassiererin lesen.

(Selbst-) Beschreibung des Buches:

Mit ironischer Lässigkeit vermittelt Anna Sam eine sozialkritische Botschaft: die Welt der Supermärkte spiegelt im Kleinen wider, was in unserer Gesellschaft insgesamt im Argen liegt.

Hört sich doch interessant an, nicht? Ich hoffe auf eine kurzweilige Lektüre die mich mit Geschichten aus dem Alltag erheitert, ähnlich wie die unzähligen Berufsblogs, wie beispielsweise Shopblogger Björn Harste oder Bestatter Tom. Nun, ich wurde eines besseren belehrt. Ich kann mich nicht erinnern, auch bloss ein einziges Mal gelacht zu haben. Die Geschichten sind total unpersönlich und langweilig (ich habe es nicht in der Originalfassung gelesen, es kann sein, dass bei der Uebersetzung einiges an Witz verloren gegangen ist). Das einzige was man eigentlich erfährt und auf über 100 Seiten sozusagen vorgeworfen bekommt ist, dass Kunden Arschlöcher sind, Chefs sowieso und dass Kassiererin wohl der übelste Beruf auf Erden sein muss. Dafür hab ich 20.- ausgegeben? Hätte ich besser investieren können. Vielleicht hat das Buch ja unterdessen ein neues Herrchen gefunden, ich habe es nämlich nach der Lektüre auf der Strecke Zürich–St. Gallen ausgesetzt.